Landschaft

Geologie und Topographie

Bellwald liegt auf der rechten Talseite der Rhone im Goms. Das Gemeindeareal ersteckt sich vom Flussbett der Rhone bis zum Oberaarjoch und nimmt den Keil zwischen dem Haupttal und dem Fieschertal ein. Geologisch gehört das Gebiet zum Südabhang des kristallinen Aaremassivs, mit dem feinkörnigen Aaregranit nördlich der Linie Setzehorn - Jennenalp, Gneisen und Schiefergneisen südlich dieser Linie.

Rhonegletscher und Fieschergletscher haben vor allem die Oberfläche gestaltet. In mehreren Vorstössen der Gletscher wurden Terrassen und Mulden ausgeschliffen und Moränenschutt blieb liegen. Sehr gute Zeugen dieser Gletscherarbeit sind das Plateau, dass sich von Ritti - Gassen über Wilera und Schlettern erstreckt und die Alpläger auf der Höhe der Alp Richinen. Auch die kleinen Karseen zwischen Richinen und Setzehorn sind Überreste der frühesten Gletschervorstösse. Das Dorf Bellwald selber sitzt auf einem Vorsprung, wo sich einst Rhonegletscher und Fieschergletscher die Hand reichten und beherrscht von da aus beide Täler. Bodmen und Eggen liegen auf, beziehungsweise am Rand einer geologisch relativ jungen Seitenmoräne des Fieschergletschers, die sich über die Gibelegga bis an den Rand des Dorfes Fiesch fortsetzt. Das ganze Areal der Gemeinde Bellwald ist von erratischen Granitblöcken durchsetzt, Blöcke aus dem Einzugsgebiet der beiden Gletscher, von den Eismassen transportiert und im Moränenschutt abgelagert.

Die Erosionsarbeit der kleinen Seitenbäche hat die Topographie nicht wesentlich verändert. Die kleinen Einschnitte kanalisieren aber doch die an den Steilhängen anbrechenden Lawinen. Das Gebiet zwischen Breitleuena und Nesselbach ist dank der topographischen Gestaltung und der Wälder zumindest unterhalb der Waldgrenze lawinensicher.

Klima

Das Untergoms gehört wie das ganze Wallis zum Typus der inneralpinen Trockenzonen. Die Niederschläge nehmen aber von Brig in Richtung Furka sukzessive zu. So betragen die durchschnittlichen jährlichen Niederschlagsmengen von 1901 bis 1940 für Brig 728 mm, für Fiesch 945 mm. Für Bellwald werden sie wohl etwas für 1000 mm ansteigen.

Die niederschlagsreichste Periode ist in der Regel der Spätherbst. Im November und Dezember fällt meistens Schnee, der bis Ende März - Anfangs April liegen bleibt. Die Winterdauer wie auch die Schneehöhe kann aber von Jahr zu Jahr stark verschieden sein. In schneereichen Wintern wurde im Dorf bis zu 2 Meter Schnee gemessen und die Mengen nehmen mit steigender Meereshöhe zu. Die Sommermonate bilden in der Regel die trockenste Zeit des Jahres. Drei bis vier Wochen ohne nennenswerte Niederschläge sind dann keine Seltenheit.

Das Klima ist dank der guten Sonnenexposition relativ mild. Die Siedlungen und der grösste Teil der nutzbaren Fläche sind Süd - Südwest - West orientiert. Im Dorf beträgt die Sonnenscheindauer selbst am kürsten Tag noch gute sieben Stunden. In den Wintermonaten Dezember und Januar liegen die Temperaturen sehr oft höher als im Tal unten auf Grund der Kältestauung. Im Sommer ist es dagegen auf den Höhen von Bellwald wesentlich kühler als im Talgrund. Bellwald kennt fast keine Nebeltage. Vom Nebel sind auch die tiefen Lagen des Wallis nicht stark betroffen, aber es kann doch vorkommen, dass das Rhonetal unter der Nebeldecke liegt, während sich Bellwald über dem Nebelhorizont des schönsten Sonnenscheines erfreut.

Das Dorf ist wegen seiner exponierten Lage stark den Winden ausgesetzt. So ist die Guxa im Winter ein wohlbekannter und vor allem früher für die Bauern, die auswärts ihr Vieh verplegen mussten, nicht sehr beliebter Gast.

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