Genossenschaft zur Förderung der touristischen Infrastruktur

Protokolle der Generalversammlungen

Gesucht: Pioniere mit Weitblick

Ein aufstrebendes Bergdorf in eine touristisch erfolgreiche Zukunft führen: Dieses Ziel lag vor 30 Jahren der Gründung der Genossenschaft zur Förderung der touristischen Infrastruktur zu Grunde und hat bis heute seine Gültigkeit nicht verloren.

Erfolge sowie Tiefschläge haben die Geschichte der Genossenschaft geprägt. Viele Ideen führten zum Erfolg, einigen war weniger Glück beschieden. Aber immer ging der Blick nach vorne und neue Aufgaben und Ziele wurden ins Auge gefasst.

Heute steht die Genossenschaft erneut vor der Frage, in welche Richtung sie sich bewegen soll. Eine fertige Antwort kann man nicht geben.  Gesucht sind aber heute mehr denn je Pioniere mit Weitblick.

Werden Sie Genossenschafter:
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Auskunft erteilt Ihnen gerne:

Ritz Hans, Präsident
0041 79 221 04 10
bellwald@ritzplan.ch

Wenger Hans
0041 79 793 94 01
hans.wenger43@bluewin.ch

Paris Marcel, Pächter
0041 79 628 74 18
sport@bellwald.ch

Es war einmal der Geist des Aufbruchs

Der Glaube an die Zukunft und die Sorge um das eigene Dorf waren die Geburtshelfer der Genossenschaft zur Förderung der touristischen Infrastruktur in Bellwald. 

„Ich stelle dir in einem Jahr rund drei Millionen Franken zur Verfügung. Ich habe zwar noch keinen roten Rappen, aber ich kriege es schon zusammen.“ Wie würden Sie heute auf diese Aussage reagieren? Genau, Sie würden es als dummes Geschwätz abtun, den Inhalt der Äusserung ins Reich der Märchen und Legenden verbannen.

Doch genau diese Aussage trafen am 8. Februar 1976 die Gründer der Genossenschaft zur Förderung der touristischen Infrastruktur. Sie stellten der damaligen Skiliftgesellschaft PUMAG 500‘000 Franken  in Aussicht, um den Ausbau der Bahnen in Bellwald voranzutreiben.

Dummes Geschwätz? Weit gefehlt, denn die Genossenschaft hielt innerhalb Jahresfrist Wort, überzeugte viele, denen Bellwald am Herzen lag und trieb das Geld auf. Die Bahnen wurden ausgebaut und die rasche Entwicklung von Bellwald nahm ihren Lauf.

Ausgangslage war damals die Tatsache, dass weder die Gemeinde Bellwald noch private Unternehmen den finanziellen Anforderungen gewachsen waren, welche die rasche touristische Entwicklung von Bellwald mit sich brachten. Innerhalb kürzester Zeit vervielfachte sich die Anzahl Gästebetten anfangs der Siebziger. Rasch realisierte man im Bergdorf, dass die Infrastruktur ohne zusätzliche Geldmittel nicht mit den Gästebetten Schritt halten konnte.

Die Grundlagen fehlten, um Bauherren und Wohnungsbesitzer per Gesetz an der Entwicklung der Station mitwirken zu lassen. „Also mussten wir unsere eigene Bank gründen, um die Anstossfinanzierung notwendiger Projekte zu realisieren“, erinnert sich ein Gründer. Die Idee: Jeder sollte sich pro Gästebett mit 500 Franken am Kapital der Genossenschaft beteiligen. Mit dem Geld sollte das touristische Angebot im Ort auf- und ausgebaut werden, wovon wiederum jeder Wohnungsbesitzer profitieren würde.

„Ein Kinderspiel war es nicht, die Leute davon zu überzeugen, der Genossenschaft 500 Franken pro Gästebett zur Verfügung zu stellen“, blickt ein weiterer Gründer zurück. „Aber wir glaubten an die Sache und schafften es gemeinsam, Einheimische, Handwerker und Chaletbesitzer aus Nah und Fern zu überzeugen, dass diese Gelder nicht der Genossenschaft, sondern ihnen selbst zugutekommen würden.“ Mitglieder verschiedener Dorfvereine gingen zum Teil von Tür zu Tür, um die Leute zu informieren.

Nach einem Jahr waren mehr als 400‘000 Franken an Kapital zusammengekommen. Der Grundstein für den Erfolg der Genossenschaft war gelegt und sollte die Entwicklung des Ferienortes Bellwald entscheidend beeinflussen.

Die Macht des Machbaren

Fast 30 Jahre prägte die Genossenschaft zur Förderung der touristischen Infrastruktur die Entwicklung von Bellwald entscheidend mit.

Entwicklung von Bellwald

1937      Gemeinde erhält Elektrizität
1940      Erstellung des ersten Ferienhauses
1956      Inbetriebnahme der Luftseilbahn Fürgangen-Bellwald
1957      Bau des ersten Skilifts
1958      Gründung des Verkehrsvereins
1960      Erstellung der Trinkwasserversorgung
1962      Bau des Hotels Wannenhorn
1966      Bau des zweiten Skilifts
1968      Bau des Trainerlifts
1969      Eröffnung der Strasse ins Tal
1970      450 Gästebetten und 30‘000 Übernachtungen
1971      Gründung der Pro Unter- und Mittelgoms AG (PUMAG)
1972      Bau des dritten Skilifts
1976*    Gründung der Genossenschaft zur Förderung der touristischen Infrastruktur Bellwald
1976*    Bau der Sesselbahn Richinen und des Skilifts Matten
1976      Bau der ersten Tennisplätze
1977*    Bau des Restaurants Fleschen durch Gemeinde und Genossenschaft
1978*    Wiederaufbau des Restaurants nach Lawinenschaden
1978      Bau des Hotels zur alten Gasse
1980      2‘000 Gästebetten und 138‘000 Übernachtungen
1980*    Bau der ersten Minigolfanlage
1982*    Bau des zweiten Sessellifts Furggulti
1983*    Gründung der Stiftung altes Bellwald
1984      Bau des Hotels Ambassador
1987      Bau des neuen Schulhauses
1989      Bau des Sportplatzes mit fünf Tennisplätzen durch Gemeinde
1990      3‘470 Gästebetten und 185‘000 Übernachtungen
1991*    Aufbau der Alphütte Spittel
1993*    Bau der Minigolfanlagen Gassen
1993*    Um- und Ausbau des Restaurants Fleschen
1997*    Bau  des Skateparks Gassen
1998*    Eröffnung des Ecomuseums Spittel
1999*    Bau der Beschneiungsanlage
2000      4‘200 Gästebetten und 195‘000 Übernachtungen
2000*    Übernahme der Sport- und Freizeitanlagen Gassen durch die Genossenschaft
2002*    Verkauf des Restaurants Fleschen
2004*    Bau des Betriebsgebäudes Gassen
2004      Bau des Natur- und Erholungsparks durch die Gemeinde
2007*    Bau Spielplatz Kinderland Gassen
2011*    Vergrösserung der Terasse bei den Freizeitanlagen
2012*    Bau Bocciabahn Gassen
2012*    Bau Gadebar Gassen

* Beteiligung durch Genossenschaft

Einsatz, der viel bewegte

Mit Null Franken in der Kasse ist die Genossenschaft am 8. Februar 1976 gestartet. Mit grossem Einsatz vieler wurde daraus ein Füllhorn für so manches Projekt.

Investitionen der Genossenschaft

Art der Mittelverwendung

Anteil Genossenschaft

ca. Gesamtinvestition

Investitionen in Bahnen Bellwald

435 000.-

11 000 000.-

Investitionen in Rest. Fleschen

250 000.-

1 140 000.-

Investition altes Bellwald:
Stiftungskapital
Alphütte Spittel
Einrichtungen Ecomuseum
Backhaus Ried


50 000.-
30 000.-
10 000.-
10 000.-


550 000.-
150 000.-
85 000.-
50 000.-

Beteiligung Sanierung Wasserleitung Unnera

30 000.-

200 000.-

Investitionen Sport- und Freizeitanlagen

270 000.-

3 520 000.-

Betriebsgebäude Gassen

320 000.-

370 000.-

Gadebar

360 000.-

410 000.-

Kapitalentwicklung

Jahr                       Genossenschaftskapital

1975                                                   0.-
1980                                      497‘000.-
1985                                      640‘000.-
1990                                      668‘000.-
1995                                      650‘000.-
2000                                      700‘500.-
2005                                      764‘500.-
2010                                      799‘000.-
2012                                      918‘500.-

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